2002-06 Aus einem Brief eines engagierten Bürgers an die Stadträte

Aus einem Brief an die halleschen Stadträte vom Juni 2002 zum Ratswaage-Grundstück, verfasst von Wote Maiwald, einem engagierten Bürger der Stadt:

„Wäre die Öffentlichkeit nach den Worten der Leiterin des Stadtplanungsamtes, Frau Elisabeth Merk, tatsächlich gebührend mit einbezogen worden [in die Bauplanung für die Nordost-Ecke des Marktplatzes - U.S.], hätte es nicht zu dieser Klotzversion, sondern höchsten zu einer Klotzaversion kommen können, wie bereits Tausende Hallenser am Stand durch ihre Unterschrift bekundet haben.

Frau Merk führt weiter aus, daß die von den Hallensern gewünschte historisierende Fassung mit der Ratswaage ... vom Planungsausschuß abgelehnt worden sei, also nicht von der Öffentlichkeit.

Hauptargument dabei: Nutzung und Hülle hätten nicht zusammengepasst.

Dem kann durch Nutzungsänderung leicht abgeholfen werden, wenn man guten Willens ist. Daß die Hülle der Klotzversion von vielen Hallensern nicht gewollt wird, da sie sich in dem Denkmalbereich nicht einzufügen vermag, spielte offensichtlich keine Rolle. ...

So wie der Mann vor 2000 Jahren sagte, der Sabbat sei für die Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat, so ließe sich formulieren:

Die Wirtschaft (Kaufhof/Frankonia) hat sich nach den Menschen zu richten, nicht die Menschen nach der Wirtschaft; die Architektur des Herrn Kister aus Köln hat sich nach dem Denkmalbereich Marktplatz zu richten, nicht dieser nach der Architektur des Herrn Kister.“